Gokarna

9. 10. - Ankunft in Gokarna

Den ersten Blick des Tages gen Wand des Nachtzugs gerichtet, erwacht die Gruppe in ihren notdürftigen Betten des Wagons und bereitet sich auf das Aussteigen vor; unsere Haltestelle möge bald erreicht sein. Die Reise nach Gokarna kann weitergehen. Der Bahnhof könnte kaum ländlicher sein, zwei Schienen, ein kleines Hauptgebäude und vor dessen Toren nicht mehr als eine Landstraße, die in Richtung Djungel zu führen scheint. Zwischen Warten und Wandern hin und her gerissen entschließen wir uns, der Straße in der Hoffnung auf herumschwirrende Rikshas zu folgen. Eher mißmutig wird das Gepäck hochgehievt und wir laufen los, bis wir dann glücklicherweise keine 100 Meter weiter auf eine Herde Rikshas treffen, welche uns zu unserem gewünschten Reiseziel fährt: dem Busbahnhof. In einer mäßig bequemen Spritztour, steigen wir nach ca. 10 Minuten vor der Busbrigatte aus. Kurz nach dem richtigen Bus gefragt sitzen wir auch schon in unserem fahrbaren Untersatz, oder zumindest sitzen die meisten, drei unglückliche Seelen, dürfen dummdreist im Gang stehend die vorbeifließende Landschaft genießen, während uns akute Brems- und Lenkmanöver fast jedes Mal von den Füßen reißen. Nach diesem, stehen wir nun schließlich auf Gokarnarem Boden. Unsere Einweihung erfolgt durch einen Zehn-Minuten Marsch zu unserem Hotel, auf dem wir schon einen guten Eindruck der Küstenstadt bekommen. Eine Mischung aus Touristenmeile und ländlichem Fischerviertel erstreckt sich vor uns, eine charmant stadtgroße Hafenspilunke geprägt durch den Tourismus der Europäer, von denen wir mehr treffen, als mir lieb ist. Seltsam ernüchternd ist eine solche Erscheinung, mit der Angst konfrontierend, nicht weniger Urlaubstourist zu sein als jener weißhäutige Gegenüber. Doch für solch melancholische Fragen bleibt keine Zeit; es gilt nach dem Einchecken, die Stadt zu erkunden und, wie es sich für gute Besucher gehört, finanziell zu fördern. Unser Geld willkürlich an etliche Straßenhändler verteilend bemerken wir schnell, dass vielen von uns das Feilschen nicht liegt. Man lässt sich doch so schnell von Lobpreisungen einlullen und will sich ja schließlich keine Feinde machen. Was jedoch wieder einmal ein Eventgarant bleibt, ist das Meer, welches wir zwar noch nicht zum schwimmen betreten dürfen, dessen Präsenz aber direkt die Stimmung hebt. So sitzt man am frühen Abend da, mit neuem Schmuck und Hemd bekleidet, in einem Restaurant (oder auf gut indisch "Hotel"), lässt Geschichten und Gedanken durch die Runde gleiten und legt sich am Ende des Tages mit dem schönen Wissen zur Ruh, dass heute niemand auf dem Boden schlafen muss. Das Ventilatorrauschen singt uns in den Schlaf.

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10. 10. - Reise an den Strand

Als Ziel des zweiten Tages gilt nun der Strand, beziehungsweise der Om-Strand, einer von mehreren Stränden Gokarnas, welchen wir in einer einstündigen Reise aufsuchen wollten, in der Hoffnung, dort frei schwimmen zu können, da die restlichen Strände in der Nähe wegen zu starkem Wellengang gesperrt sind. So machen wir uns am vormittag auf, noch rechtzeitig für reichlich Badespaß anzukommen. Der Weg führt uns durch viel unterschiedliches Terrain, darunter auch die Tempel von Gokarna, welche wichtige Sehenswürdigkeiten für die Stadt darstellen. Die Stadt ist ein wichtiges Pilgerziel und ist durch seine Vielzahl an Tempeln als äußerst heilig angesehen. Diese lassen sich zwar oft von Touristen nur von Außen betrachten, jedoch ist ihre Präsenz durchgehend klar bemerkbar.
Der Weg selbst ist eine Mischung aus Hügelkletterei, Dünenwanderung und Strandspaziergang, wobei die Furcht davor, auf vom Meer angeschwemmte Quallen zu treten, sowie die recht großen Wellen die Entspannung aus dieser eigentlich leicht klingenden Aufgabe nimmt. Doch kommen wir letztlich, grob betrachtet unversehrt, am Strand an und finden als unsere neue Herberge sofort eine Strandbar, welche uns, wohl schon wegen ihrer hohen Preise, gerne aufnimmt. Mit Lassi und Pommes gestärkt, geht es nun ab ins Meer, wo das angenehm warme Wasser die Gemüter entzückt und für viele Stunden unterhält. Einige fangen an, am Strand Sandbildnisse zu errichten, andere wiederum erfinden fragwürdige Wasserspiele, welcher in erster Linie wohl nur dazu dienen, die anderen durch den Kakao zu ziehen, oder wohl eher durch die Wellen. Ein paar wagemutige Freigeister entscheiden sich noch zu einer Klettertour, welche waghalsige aussieht als sie schließlich ist, sich jedoch schon für den sehr schönen Ausblick lohnt. Am Ende des Tages verabschiedet sich die Gruppe nach und nach in Richtung Hotel, einige fahren mit der Riksha, andere wandern als Gruppe zurück. Wieder andere nehmen sich vor, Riksha zu fahren, nur um den viel zu hohen Preis abzulehnen, den Weg daraufhin gehen zu wollen, sich zu verlaufen, nur um schließlich doch eine überteuerte Riksha zu nehmen. Zum Abend hin findet man sich nochmal in einem Restaurant zusammen, man bespricht die bisherige Reise und organisatorische Dinge und verabschiedet sich für die Nacht in seine jeweiligen Zimmer.

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11. 10. - Abreise aus Gokarna

Als wir am nächsten Morgen erwachen, werden wir schon mit ersten schlechten Nachrichten konfrontiert. Zwei Schüler der Gruppe waren gestrige Nacht erkrankt und müssten in Gokarna auf einen Arzt warten. Somit muss die restliche Gruppe ohne die beiden, plus einem Lehrer als Aufsichtsperson, weiterreisen, was die Stimmung nicht sonderlich hebt. Während des Verlaufs der Reise zur nächsten Ortschaft wird es allerdings nicht besser, als ein weiteres Mitglied der Gruppe ebenfalls erkrankt, was die Reise weiter erschwert. Nach einer recht langen Busfahrt und durch Krankheit erschwerten Reise zum Bahnhof saßen wir schließlich alle im Zug und tuckerten zu unserem nächsten Ziel: Hampi.

 

 

TRIVANDRUM

Donnerstag; 04.10.

Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus über übelkeitserregende Bergstraßen von Kumily hinunter nach Kottayam und von dort mit der Riksha zum Bahnhof, wo unser Zug in Richtung Trivandrum losfahren soll. In der Hauptstadt Keralas erwarten uns weitere Besuche bei Schulen und ein Austausch mit dem Goethe-Zentrum, einem lokal organisierten Modell des Goethe-Instituts. Unerwartet kommt es schon am Bahnhof Kottayams zu starken Regenfällen und damit verbundenen Zugverspätungen, die sich zusammen mit unserer ohnehin unverhofft frühen Ankunft des Busses zu einer langen Wartezeit unter den Überdachungen auswachsen. 

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Die Verzögerung zieht sich über Stunden und wird zur Geduldsprobe. Als der Zug, diesmal kein Sleeper, mit angehender Dämmerung eintrifft, steigt die Gruppe erschöpft ein und übersteht eine recht schweigsame Fahrt, die nur durch Vorfälle wie den versehentlichen Kauf einer feurigen Pepperoni wirklich erwähnenswert wird. Spät abends in Trivandrum angekommen begrüßt uns Raji, die im Rahmen ihres Stipendiums auch das AVG besucht hat und uns bei der Organisation der Reise unterstützend zur Seite stand. Wir werden in Autos zum Hotel gebracht; zum ersten Mal seit unserem Reisebeginn bewegen wir uns in solchen Gefährten, die über Türen und Anschnallgurte verfügen. Grundsätzlich und dazu passend atmet die ganze Stadt eine westlichere Atmosphäre als die besuchten Regionen Tamil-Nadus und die grüne Sauberkeit in Kombination mit den vergleichsweise ruhigen Straßen lassen den Eindruck aufkommen, man sei viel weiter von den Erfahrungen der letzten Wochen entfernt. Blickt man von oben auf die Metropole, so scheint es, als werde die Stadt von Palmen und Baumkronen verschluckt.

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Zusammen gehen wir noch essen, dann ist es Zeit, sich für den nächsten Tag zu erholen, der lang zu werden verspricht.

 

Freitag; 05.10.

Da in der Sarvoda Central Vidyalaya noch am selben Tag Exams anstehen, werden wir bereits am frühesten Morgen zu einer begrüßenden Assembly erwartet. Ungewohnterweise transportiert uns in Trivandrum ein angemieteter Bus von Termin zu Termin und wir erscheinen pünktlich im Büro des ansässigen Schulleiters. Der Kontrast zu den ländlichen Schulen bei der PMD könnte kaum deutlicher wirken, als wir das riesenhafte und moderne Schulgebäude betreten; etwa das Doppelte der Schüler des AVGs erhält hier seine Bildung. Im Büro des Rektors zeigen Bildschirme die Übertragungen von Überwachungskameras, die überall auf dem Gelände installiert zu sein scheinen und durch ein Mikrofon kann der Principal mit seinen Ansagen den gesamten Komplex beschallen. Man tauscht Schulmagazine aus und führt eine kurze Unterredung, dann geht es auch schon zur Vollversammlung. In Reih und Glied begrüßt uns die uniformierte Schülerschaft; einige der Lernenden tragen Plaketten, die sie als Prefects hervorheben; und die Zeremonie wird streng hierarchisch eingeleitet. Immer wieder tritt im Verlauf seltsamerweise ein besonders strammer Schüler auf die Bühne und schreit "School Attention!", woraufhin das Publikum in kollektiver Einheit auf den Boden stampft und schweigt. Des Weiteren spricht eine Schülerin in souveränstem Englisch, der Schulleiter überreicht uns eine übergroße Trophäe und ein Geistlicher kündigt kryptisch an, man erwarte einiges von uns in den nächsten Tagen. Mit uns übergestreiften Blumenkränzen erfolgt nun noch ein Gruppenfoto innmitten der indischen Jugendlichen; am nächsten Tag werden wir es in der Zeitung wiederfinden, in der man uns als deutsche Delegation charakterisiert.

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In kleinerer Runde sollen uns als nächstes Fragen gestellt werden und die zunächst zögerlichen Schüler zeigen schnell mit wachsendem Selbstbewusstsein ihre Neugier und stellen uns stolz ihr Motto vor: "Let there be light." Obligatorisch kommt es zum altbekannten Thema: Hitler und der Zweite Weltkrieg. Wie im Gespräch mit vielen anderen Indern müssen wir deutlich machen, wie negativ der sogenannte Führer des Dritten Reichs im modernen Deutschland betrachtet wird und es finden sich kaum Worte, deren Heftigkeit ausreichte, um das Missverständnis aufzuklären, bei dem Nationalsozialisten handele es sich um eine Art untergegangenen Volkshelden.

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Leichtere Kost ist da das lang ersehnte Frühstück, bei dem uns das Kollegium der Schule bewirtschaftet. Danach erkundet die Gruppe die Naturwissenschaftsräume, die weniger Technik und dafür mehr Improvisation aufweisen als ihre deutschen Pendants.

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Hervorstechend ist dabei eine eigens von Schülern angefertigte Gallerie konservierter Kadaver, in der von Katze bis Oktopus eine gewisse Artenvielfalt vertreten ist.

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Von hier an geht es weiter zur CNIS, der zweiten Schule, die wir an diesem Tag besuchen wollen. Der Empfang beim Schulleiter verläuft ähnlich, wieder überrascht uns die ihm technisch verschaffte Übersicht. Etwas anders gestaltet sich dann jedoch die Assembly, bei der jedem Mitglied unserer Reisegruppe feierlich eine rote Rose überreicht wird und einige Mädchen eine disziplinierte Tanzchoreographie zum besten geben. Derart beeindruckt geht es nun in kleineren Teams in die Klassen, wo wir den persönlichen Kontakt mit den Schülern suchen sollen.

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Was wir erleben, passt gut zu unserem Eindruck von Trivandrum: Man ist unserer Lebensrealität ähnlicher, teilt Hobbys, Lieblingsmusik und Erfahrungen, sodass die Gespräche unkomplizierter denn je verlaufen. Als die Glocke plötzlich läutet und das Ende des Schultags prophezeit, müssen wir zum Mittagessen, welches uns traditionell auf Bananenblättern serviert wird. Ein weiteres Mal behindert der ständige Regen Trivandrums die Weiterfahrt und als wir endlich im heimatlichen Hotel angekommen sind, bleibt noch gerade eine Stunde Pause bis zu unserem Treffen mit dem Konsul des Goethe-Zentrums. Diesem überbringen wir weitgeschleppte Geschenke aus Trier und man stellt uns die Philosophie der Institution vor. Jetzt soll es zu Kontakt mit den Deutschlernenden des Zentrums kommen, von denen sich einige gerade vier Monate lang dem Studium dieser Sprache widmen. Von Kindern bis hin zu Erwachsenen sind hier viele Altersgruppen vertreten, die aus den verschiedensten Gründen ein Interesse am Deutschlernen aufbringen. Ihre Leistungen sind beeindruckend und ein weiteres Mal fällt die Unterhaltung kaum schwer, sodass irgendwann beinahe unerwartet die Abenddämmerung einsetzt und wir weiterziehen. Nach dem Abendessen sind wir gleichermaßen gesättigt von den Erfahrungen und Eindrücken des Tages.

 

Samstag; 06.10.

Es steht nach dem vollen Programm des Freitags mit dem Beginn des Wochenendes ein freier Vormittag an. Neben Ausschlafen und Stadterkundung bedeutet dies auch das Schreiben von Postkarten, die im Rahmen der Postkartenaktion an Unterstützer unserer Unternehmung geschickt werden. Auch wenn nicht allzu viel passiert, wirkt sich der Tag erholend aus. Am Abend lädt das Goethe-Zentrum zu einer Feier des Tages der Deutschen Einheit, für dessen Festivität gerade die männlichen Vertreter der BRD hemmungslos underdressed erscheinen. Ungeachtet dieser Frechheit heißt man uns toleranterweise herzlich willkommen und die Gruppe wird Zeuge einer Rede der Generalkonsulin sowie einer musikalischen Darbietung virtuoser Kunstfertigkeit. Ähnlich kann man das Buffet beschreiben und da Salat ausnahmsweise erlaubt ist, stürzen sich die von Entzugserscheinungen geplagten Grünzeugfanatiker in animalischen Szenen auf das essbare Blattwerk. Mit edlem Auto geht es zurück zum Hotel; Zeit, sich den Luxus wieder abzugewöhnen.

 

Sonntag; 07.10.

Der immer häufiger niederprasselnde Regen zerschießt an diesem Tag nahezu unsere gesamten Planungen.

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Einige Zimmer müssen zudem früher als gedacht geräumt werden; ein Besuch beim Basar wird schnell ungemütlich, die nahgelegenen Tempelanlagen sehen zwar beeindruckend aus, sind für unsereins aber gesperrt und nach dem Mittagessen fahren wir schon in Rikshas zum Bahnhof.

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Das Ziel ist Allepy, wo die Gruppe ein gemütliches Abendessen mit Meerblick zu sich nimmt und so trotz allem zu einem schönen Ausklang des Tages findet.

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Das angedachte General Sharing auf der Dachterrasse des neuen Hotels muss früher als geplant abgebrochen werden; Grund sind wieder einmal Niederschläge, die derartig laut auf das Wellblechdach donnern, dass Verständlichkeit zum Fremdwort wird. Sie sind die Vorboten nächtlicher Stromausfälle, die in den letzten Stunden unserer zweiten Woche in Indien erfolgen werden.

 

 

Kumily (03.10.2018)
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Der erste Morgen in Kumily begann mit einem Frühstück im Ebony‘s Café, einem kleinen Restaurant, das die Lehrer zuletzt 2009 besucht hatten. Um pünktlich um 10 Uhr mit einer 3-stündigen Tour beginnen zu können, die am Vortag von den Lehrern für uns gebucht worden war, gingen wir bereits um 8:30 Uhr zu dem Café. 

Doch erst um 9:45 Uhr bekamen die letzten Schüler ihr essen, sodass wir dann trotzdem zu spät startbereit waren. Angekommen vor dem Hotel, warteten bereits Herr Anton, Frau Ehmer und zwei Jeeps auf uns. Zuerst durften wir jeweils zu dritt für 30 Minuten auf Elefanten reiten. Für einige von uns wurde damit ein großer Traum erfüllt. Zwar war ein Großteil unserer Gruppe stark hin und hergerissen aufgrund der moralischen Bedenken, doch letztendlich überwog bei fast allen der Wunsch, diese einmalige Chance, auf einem Elefanten zu reiten, zu nutzen. Danach wurden wir zu der Teeplantage gefahren, wo wir auch den Pfeffer sehen konnten, der wohl der beste der Welt sein soll. Ähnlich wie Efeu kann Peffer an jedem Baum wachsen. Außerdem erfuhren wir, dass der Unterschied zwischen weißem, schwarzem und rotem Pfeffer nicht bei der Pflanze, sondern bei der Röstung liegt. Für den Tee werden die Blätter beziehungsweise die Triebe genommen, allerdings kann man auch noch die Blätter einer bis zu 100 Jahre alten Pflanze verwenden. Als wir die Blätter probierten, waren wir zuerst überrascht, weil sie nicht, wie erwartet, aromatisch schmeckten. 

Der Tourführer Abbas fing zwischen den Pflanzen an, ein kleines Fotoshooting mit uns zu starten. Nach gefühlt hundert Fotos führten wir unsere Tour fort und besuchten einen Gewürzgarten. Während der Führung dort wurde uns beispielsweise ein Zimtbaum und eine Ingwerpflanze gezeigt. 

Danach fuhren wir auf einen Berg, auf dem wir eine tolle Aussicht auf Kumily hatten. Auf diesem Berg fand Stefan eine Uhr, die er Herr Anton zeigte, um sich darüber zu informieren, ob sie jemandem von uns gehören könnte. Daraufhin antwortete Herr Anton wohl nur, dass keiner von uns eine solch hässliche Uhr besäße. Später stellte sich jedoch heraus, dass es Lisas Uhr war, die sie dort nur kurz ablegte und vergaß, weshalb Stefan und Lisa am Nachmittag mit der Rikscha auf den Berg fahren mussten. Auf der Rückfahrt zum Hotel kamen wir nicht mit dem Jeep durch den Schlamm, sodass wir alle aussteigen mussten, weil das Risiko zu hoch war, mit dem Jeep umzukippen. Nach einem kurzen Zwischenstop bei einer anderen Aussichtsstelle fuhren wir letztendlich doch noch sicher zum Hotel. 

Dann hatten wir etwas Freizeit, in der sich viele von uns Gewürze für Deutschland kauften. Um sechs Uhr trafen wir uns mit Frau Kauffmann im Kadathanadan Kalari Centre, eine Halle, in der wir uns viele Kampftechniken anguckten. Hierbei handelt es sich um traditionelle Kampftechniken, die sich „Kalaripayattu“ nennt und zu den „martial arts“ gehört. Es fanden viele Kämpfe sowie eine kurze Feuershow statt. Zu dem Treffen mit Frau Ehmer und Herr Anton kamen wir, zusammen mit Frau Kauffmann, erneut zu spät. Im Ebony‘s Café beendeten wir unser Programm von dem aufregenden Tag mit einem „General Sharing“.

Die drei Lehrer informierten uns über einen neuen Projektvorschlag der PMD, über den wir uns unterhielten. Anschließend aß der Großteil der Gruppe dort zu Abend und lief auf Grund des Regens zurück zum Hotel. 

Es war ein lehr- und erlebnisreicher Tag in Kumily.

 

Madurai

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Warum war es auf einmal so still? Das fragten wir uns, als wir in der großen Pilgerstadt Madurai angekommen auf unserem Fußweg ins Zentrum plötzlich weder Hupen noch sonstigen Verkehrslärm wahrnehmen konnten. Gewohnt von allen anderen bisher besuchten Städten, die zwar offiziell „Fußgängerzonen“ aufwiesen, was aber keineswegs bedeutete, nicht jede Sekunde der Gefahr ausgesetzt zu sein, überfahren zu werden, erschien uns die Tatsache, dass es sich hierbei um eine wirklich autofreie Zone handelte, unglaublich. Entsprechend angenehm war es dann auch, durch die Gassen um den riesigen Meenakshi-Tempel herum zu schlendern und sich in aller Ruhe die vielfältigen Souvenir-Angebote der einzelnen Stände anzuschauen. Wobei natürlich gesagt werden muss, dass die Händler in dieser Touristenmetropole um einiges aufdringlicher auftraten als wir es bis dahin erlebt hatten. Folglich verließen nicht wenige von uns den Schneidermarkt mit vollgepackten Einkaufstüten in den Händen...

Von einem heftigen Regeneinbruch überrascht, beendeten wir unseren Bummel vorzeitig, brachen jedoch ein wenig später wieder durch die überfluteten Straßen zu einem indischen Abendessen auf.

Anschließend beschlossen wir (bzw. zumindest ein Teil von uns), uns eine Shiva-Prozession im Tempel anzuschauen. Bei flackerndem Kerzenlicht, in wohlriechende Weihrauchwolken eingehüllt wurde eine Sänfte durch die mächtigen Tempelgänge getragen, begleitet von traditioneller indischer Instrumentalmusik – ein ergreifendes Erlebnis.

Leider hatte es jedoch Missverständnisse in der Absprache gegeben, weshalb die Stimmung, als wir uns schließlich alle auf dem Hoteldach zusammengefunden hatten, sehr gedämpft war.

Wer später am Abend noch einmal das Dach bestieg, dem wurde ein faszinierender Anblick auf den Mond geboten, welcher sich seinen Weg zwischen den vier bildschönen Tempeltürmen bahnte. Und wer sich am nächsten morgen früh genug aufraffte, der konnte das gleiche Schauspiel mit der Sonne beobachten.

Nach einem indischen Frühstück und einer Tempelbesichtigung bei Tageslicht machten wir uns dann, mehr oder weniger ausgeschlafen, zu unserer vierstündige Busfahrt nach Cumbum auf, dem Zwischenstopp auf der Reise zu unserem nächsten Etappenziel: Kumily.

 

Kumily

Zu elft in einem Jeep. – was uns zunächst unglaublich beengt erschien, stellte sich schon wenig später als vergleichsweise luxuriös heraus. Auf unserer eineinhalb stündigen Fahrt von Cumbum in die Berge hinauf nach Kumily kamen uns nämlich auf einmal massenhaft bis oben hin mit Menschen vollgestapelte Jeeps entgegen. Wenn auch zum Teil im Kofferraum, so musste bei uns doch zumindest niemand auf dem Schoß eines anderen sitzen. Zwar wurde es trotzdem mit der Zeit, zugedeckt von einem Berg an Rucksäcken und Taschen, ein wenig ungemütlich, doch die atemberaubende Aussicht ließ uns dies beinahe vergessen. Durch wunderschöne dicht bewaldete Berglandschaften ging es immer weiter aufwärts, an saftig grünen Reisfeldern vorbei, bis wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit Kumily erreichten – im strömenden Regen.

Nachdem dann aufgrund von Platzmangel in unserem Hotel schnell noch eine Unterkunft für die „überschüssigen“ Reisemitglieder gefunden worden war, freuten sich unsere hungrigen Bäuche schon sehnlichst auf das Abendessen. Doch auch hierbei wurde unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt. Nach gefühlt zwei Stunden hatten aber zumindest einige von uns ihr bestelltes Essen, der Rest aß, was auf den Tisch kam. So konnten wir am Ende, alle gesättigt, mit großer Vorfreude den Abenteuern, die uns am nächsten Tag erwarten würden, entgegenblicken.

 

Kombakonam

28.09: Unsere nächste Reiseetappe beginnt, als wir die PMD verlassen und mit dem Bus zum Bahnhof gebracht werden. Dort werden wir in den richtigen Zug gesetzt und fahren los. In Indien sehen die Züge etwas anders aus als in Deutschland, denn einige Waggons sind zum Schlafen ausgerichtet. Ähnlich wie in manchen Zügen in Deutschland gibt es Abteile, die aber nicht durch Glas vom Gang in der Mitte getrennt sind. Diese Abteile bestehen aus vier Bänken, die sich gegenüber stehen. Während des Tages sind es zwei unten und zwei oben, aber wenn man Nachts fährt wird die Rückenlehne der unteren Bank nach oben geklappt, sodass es nun zwei weitere Bänke gibt, auf denen man schlafen kann. Nach ca. 2:30h Zufahrt kommen wir schließlich in Kombakonam an. Von dort aus fahren wir in einer Riksha zu unserem Hotel. Rikshas sind kleine, dreiradige Autos, die allerdings keine Fenster oder Türen haben. Zu viert quetschen wir uns dort hinein und können sogar unser gesamtes Gepäck verstauen. Da der Verkehr in Indien ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, war es für den ein oder anderen weniger schön, aber es hat den meisten großen Spaß bereitet. Nachdem wir im Hotel eingecheckt und unser Gepäck verstaut haben, machen wir uns auf unseren ersten Erkundungstrip durch die Stadt. Unser Ziel ist der Fluss, genauer gesagt die Ghats. Ghats sind Stufen an Flüssen, die für Hindus eine religiöse Rolle spielen, sie gehen dort hin um sich zu baden und zu reinigen, auch wenn das Wasser nicht sehr sauber ist. Vom Fluss aus gehen wir durch die Stadt um uns den Vishnu Tempel (insert name) anzugucken. Wie bei allen Tempeln müssen wir unsere Schuhe ausziehen und am Eingang zurück lassen. Der Tempel ist relativ groß mit vielen schönen und bunten Statuen der einzelnen Götter. Es gibt dort auch kleinere Statuen, die in den alten steinernen Gängen versteckt sind, sodass man gar nicht immer alles sehen kann. Nach einer guten Stunde des Besichtigen und Staunens treibt uns der Hunger zu einem nahegelegenen indischen Restaurant, in dem wir gemeinsam zu Abend essen. Gemeinsam gehen wir zurück zum Hotel und besprechen die weiteren Pläne für den morgigen Tag. Da wir doch ziemlich erschöpft sind gehen die meisten von uns auf unsere Zimmer. Ein paar allerdings schlendern noch durch die Stadt und schauen sich das Abend/Nachtleben in Kumbakonam an. Ermüdet gehen wir dann alle schlafen. 
 
29.09: Am nächsten Morgen erwartet uns heftiger Regen, durch den sich unser Zeitplan etwas verschiebt. Zum Glück hört der Regen bald wieder auf und wir gehen gemeinsam frühstücken. Nach dem Frühstück besprechen wir den weiteren Plan und machen uns auf zum ältesten Tempel in Kumbakonam, ein shiva Tempel. Ähnlich wie im Vishnu Tempel gibt es viele Statuen und versteckte Schreine. Da nicht so viele Leute anwesend sind und der Tempel eher klein ist, ist es sehr angenehm durch das Gebäude zu schlendern. Als wir unsere Erkundungstour vollendet haben, teilt sich die Gruppe. Der erste Teil fährt zu einem anderen Tempel etwas außerhalb der Stadt, während der andere in Kumbakonam blieb. Durch eine versteckte Marktstraße gelangt die zweite Gruppe zu einem weiteren kleineren Tempel. Dieser zeichnet sich durch seine außergewöhnlichen Farben und Statuen aus. Danach gehen wir zurück zum Hotel und packen unsere Sachen. Dann nahmen wir einen Bus ca 10 Minuten zum Busbahnhof, von dort aus einen weiteren Bus 1:30 h nach Tanjavur. Wir kamen an und es hieß wir müßten aussteigen, woraufhin einige von uns begannen auszuladen nur um dann zu erfahren das wir doch weiterfahren. Schnell wurde das Gepäck eher schlecht als recht in den Bus gestopft mit eher weniger Rücksicht auf andere Passagiere. Wir fuhren ein paar Meter weiter, nur um dann wieder anzuhalten (extra für uns) da wir doch hätten aussteigen sollen. Ziemlich gestresst kamen wir dann doch vollzählig und mit allen Gepäckstücken an. Da die Lehrer auch noch nie in Tanjavur waren brauchten wir einige Minuten zur Orientierung. Nach einem ca 20 minütigen marsch erreichten wir schließlich unser Hotel. Den Rest des Tages verbringen wir in unserem Hotel und gehen Abends essen. 
 
30.09: Heute treffen wir uns um 10 Uhr in der Lobby des Hotels um die Stadt zu erkunden. Einem Mädchen aus der Gruppe geht es nicht gut, weshalb sie und ein anderes Mädchen im Hotel bleiben, weswegen wir heute nur zu 14. aufbrechen. Als erstes gehen wir zum Brihadishvara- Tempel. Der Weg dauert ungefähr 30 min  und ist wegen des warmen Wetters sehr anstrengend. Dort angekommen, entscheiden wir uns einen Führer zu arrangieren, da der Tempel sehr groß ist und viele Besonderheiten hat. Der Tempel besteht aus Sandstein und ist dem Gott Shiva gewidmet. Insgesamt dauerte es 6 Jahre diesen Tempel zu erbauen. Unser Führer erklärt uns zudem, dass viele Menschen mit Schwierigkeiten und Streitereien zu dem Tempel kommen, damit Shiva das Problem beseitigt. Da der Tempel ein heiliger Ort ist, müssen wir alle unsere Schuhe ausziehen und vor dem Tempel lassen. Im Tempel wollen viele Inder wieder Fotos mit uns machen, was für uns immer sehr ungewohnt ist. Eine Besonderheit des Tempels ist, das dort ein Baum wächst, unter dem frisch verheiratete Menschen um ein Kind beten. Aber auch bedanken sich dort die Menschen, die ein Kind bekommen haben. Eine weitere Besonderheit war ein Europäisches Symbol auf dem Tempel. Marc'o Polo ist mit seiner Frau abgebildet, sie gegenüber von ihm zu sehen ist. Die Führung war insgesamt sehr informativ und interessant. Nach dem Besuch des Tempel gehen wir einen alten Palast besichtigen. Dieser ist relativ groß mit vielen verschiedenen Dingen zum Erkunden. Zum Beispiel eine Bibliothek oder die Emfangshalle. Danach haben wir noch etwas Zeit in kleineren Gruppe die Stadt zu erkunden. Am Nachmittag gehen wir dann wieder zurück ins Hotel und ruhen uns. Am Abend verlassen wir wieder gemeinsam das Hotel und gehen essen. Am nächsten Morgen geht es weiter nach Madurai. 

 

PMD

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Dienstag, der 25.09.2018

Frühmorgens (nach indischen Verhältnissen) brechen wir auf zur PMD (People’s Multipurpose Development Society). Waghalsig steigen wir in einen besonders vertrauenswürdigen Bus, der zwar keine Türen, dafür aber vergitterte Fenster besitzt; Richtung Villupuram.

Dem Sicherheitsstandart entsprechend, fällt Finns Rucksack bei voller Fahrt auf aus dem offenen Bus. Glücklicherweise erbarmt sich der Busfahrer sofort und stoppt einen Kilometer später das Gefährt. Es hilft ein edler Motorradfahrer das entflohene Gepäckstück wiederzufinden. Die nächste Busfahrt ereignet sich ohne große Zwischenfälle, jedoch zeigt sich, wie öffentlicher Verkehr in Indien aussieht. Ein Bus, etwas kürzer als zum Beispiel das Trierer Modell, hält gut das doppelte an Passagieren und spart durch weggelassene Sicherheitsmaßnahmen überflüssigen Ballast ein. Interessanterweise besteht die Besatzung des Busses nicht nur aus Busfahrer, sondern aus Kondukteur und Schaffner, welcher die Fahrkarten während der Fahrt verkauft. Letzter ist zudem mit einer Trillerpfeife ausgestattet und sorgt so für Rückfahrsignal sowie Ansage der Haltestellen. Trotz der wilden Fahrt im überfüllten Bus scheinen die Inder kaum beeindruckt. Die inflationäre Verwendung der Hupe anstatt der Bremse hat dazu geführt, dass das Warnsignal an Bedeutung verloren hat und nicht mehr ernstgenommen wird. Nur der von Ampeln und Vorfahrtsregeln Verwöhnte zuckt zusammen. Fasziniert kann man hingegen von der Vielfältigkeit der Hupensprache aller Verkehrsmittel sein. Oft mit mehreren Hupen ausgestattet, kann so universell verständlich jeder Situation mit Sturköpfigkeit begegnet werden. 

Der Straßenverkehr ist aufgrund aggressiven Fahrverhaltens nicht ungefährlich. Es fällt bei genauerer Betrachtung jedoch auf, dass jeder mit Ungeduld versucht, sein Ziel möglichst schnell zu erreichen, doch trotzdem auf den anderen Acht gibt und nachgeben kann, wenn es klar wird, dass man ansonsten nicht voran kommt.

 

Gerade als wir in Villupuram eintreffen, kommt auch schon der Bus der PMD. Auf der Fahrt zum PMD-Zentrum in Mangalapuram wird die Gegend um einiges ländlicher, da nun viel mehr grüne Felder eine weite Sicht ermöglichen. Auch ist hier weniger Müll an Straßenrand zu finden, als das in der Stadt der Fall war. Die Luft deutlich reiner und die Kühe sehen wesentlich gesünder aus.

Angekommen im PMD-Komplex werden wir vom Präsidenten der PMD, Dr. A. Arokiasamy, als deutsche Delegation empfangen und uns wird sofort ein gar köstliches Mittagessen serviert. In einer anschließenden Pause richten wir unsere Zimmer ein. Das Gebäude macht einen gepflegteren Eindruck, als das Hotel der ersten beiden Tage und bietet wesentlich mehr Platz. Zudem sorgt der farbenfrohe Anstrich für eine gute Laune.

 

Den Magen gefüllt und die Taschen geleert, begeben wir uns zu einem Tempel auf Panamalei Hill. Dort haben wir einen schönen Ausblick auf die Region. 

Doch nicht nur wir erklimmen den Berg, auch eine Bande Affen hüpft in der Tempelanlage herum und labt sich an weggeworfenen Essensresten. 

 

Zurück im PMD-Zentrum wird der restliche Aufenthalt besprochen und uns die legendären PMD-Taschen überreicht.  Anschließend wird sehr gut zu Abend gegessen. Es folgt ein geselliger Abend.

 

 

Mittwoch, 26.09.2018

 

Mit einem milden und trotzdem ausführlichem Frühstück wird der Tag begonnen, um sich dann direkt in die Ortschaften rund um das PMD-Zentrum zu begeben. 

Zuerst besuchen wir die Anayeri School, wo uns etwas von Grundschülern vorgesungen wird, was wir sofort mit einem mehr oder minder eingeübten Lied erwidern. Bei der Besichtigung der Klassenzimmer fällt auf, dass Schreibtafeln unten an der Wand befestigt sind. Man kann erkennen, dass am Boden Diktate und andere Tests geschrieben werden. In einer Vorstellungsrunde offenbart sich, dass nahezu alle Schüler später selbst Lehrer werden möchten.

Auch besuchen wir das MHC (Maternal Health Center) unter Leitung von A. Anbarasu, dem Sohn Dr. A. Arokiasamys. Zuerst werden uns die Operations- und Behandlungsräume gezeigt, dann uns ein schmackhaftes Mittagessen serviert. Praktischerweise werden anstatt Tellern große Palmenblätter als Unterlage benutzt. A. Anbarasu erklärt die Entwicklung und das Vorgehen des MHC und verdeutlichtet die Reichweite der Hilfs- und Informationsgruppen anhand eines Zusammentreffens mit Müttern und schwangeren Frauen, die diese in Anspruch nehmen und leiten. Es herrscht eine großartige Stimmung. Lisa und Anita lehren der versammelten Frauengruppe, wie man eine stabile Seitenlage herstellt. 

Wir fahren weiter in die Dörfer hinein und halten in zwei Ortschaften (Mel Arungunam und Nellumalai), um den Stand des Milchkuh-Projekt zu sehen. Dort stehen Häuser oder eher Hütten, die einem Verschlag ähnlich, aus fensterlosen Wänden und Böden aus Stein und aus Dächern aus geflochtenen Palmblättern bestehen. Es geschieht ein Austausch mit den Frauen, die Kühe besitzen, darunter landlose und besitzende. Stolz präsentieren uns die Besitzerinnen ihre Tiere und berichten, wie sie das entstehende Einkommen, die Investition und den Kredit verwalten. Auch findet Aaron heraus, dass Kühe Gras essen. Im nächsten Dorf wird uns das Vieh auf den Feldern gezeigt und eine Schar Kinder fordert uns zum Spiel auf. Wir machen mit, doch als aus der kleinen Schar eine ganze Horde wird, brechen wir wieder auf. Inmitten der Felder klaffen große und tiefe Löcher, die als Brunnen dienen. Trotzdem laufen die Kinder so unbedacht über die Landschaft, als bestünde keinerlei Gefahr.

Da es schnell dunkel wird, bleiben wir nur kurz bei der Milchsammelstation, wo der Ertrag anhand von mehreren Qualitätsmerkmalen, darunter Fettgehalt, gemessen und dementsprechend dem Lieferanten angerechnet wird

 

Abends wird zurück im PMD-Zentrum zu Abend gegessen und der Tag in einem sogenannten „General Sharing“ besprochen. Zudem bekommen wir als Geschenk speziell beschichtete Metallbecher, die dem Wasser Mineralien zusetzen. Angeblich die gesündeste Variante, ein Getränk zu sich zu nehmen.

 

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Donnerstag, der 27.09.2018

 

Nach einem Frühstück besuchen wir die Odiyathur School, jedoch sind aufgrund der Ferien keine Lehrer und nur wenige Schüler erschienen. Stattdessen werden uns die Klassenzimmer präsentiert, ein nah gelegener Hochleistungsbrunnen der PMD gezeigt und ein Freund und Autor der PMD namens Vettivel hält eine Stunde Geschichtsunterricht zu bedeutenden indischen Politikern. Auch offenbart sich der Intellektuelle in dem späteren „General Sharing“ als schlagfertiger Redner.

Zurück im PMD-Zentrum folgt ein Gespräch mit weiteren Schülern und Studenten, allesamt Mädchen. Um die verhaltene Stimmung zu lockern, zeigen wir nach einer Fragerunde Fotos von Deutschland und unseren Behausungen. Im Kontrast zu diesem ruhigen Tagespunkt, steht das Volleyballspiel mit der Dorfjugend, zu dem sich allein Jungs einfinden. Trotz gemischter Teams zeigt sich, dass die Inder wesentlich mehr Ballbeherrschung besitzen und dies auch nicht zu verbergen gedenken. Nach der katastrophalen Niederlage begeben wir uns vernichtet zum Anwesen von Dr. A. Arokiasamy und Mrs. Sagayamary, wobei jedoch ein Stromausfall die „Tea Time“ unterbricht.

Anschließend wird uns auf der Bühne des PMD-Zentrums ein „Cultural Program“ geboten. Zu indischer Pop-Musik tanzen zuerst nur ortsansässige Kinder, dann werden wir auf die Bühne gebeten, wobei zuerst nur die weibliche Seite mutig genug ist. Schließlich zum letzten Lied, erbarmen sich dann auch die verbliebenen Jungs. Nach einem wilden, rauschartigen Tanz ist die Stimmung aufgelockert, man ist in Scherzlaune und setzt sich in einer Gruppe zusammen. Nach einem Abendessen und dem  „General Sharing“ wird das freundschaftliche und ungezwungene Gespräch fortgesetzt und man verbringt einen geselligen und langen Abend. 

 

 

Freitag, der 28.09.2018

 

Nach einem letzten grandiosen Frühstück folgt die Verabschiedung. Dr. A. Arokiasamy  hält eine letzte Ansprache und bedankt sich für unsere Aufmerksamkeit während des Besuches. Wir unsererseits bedanken uns für die hervorragende Beherbergung und die Einsicht gebenden Erlebnisse. Anschließend werden wir zum Bahnhof gefahren, wo wir bis in den Zug und auf den Sitzplatz begleitet werden.

Die Zugfahrt verläuft reibungslos ohne rebellierende Gepäckstücke.

 

Der Hinflug

Sollte es nicht viel zu erzählen geben, aber...

Wir haben uns schon im Voraus Gedanken zu unserem Blog Eintrag gemacht. Es ist der erste... Wie leiten wir denn am besten ein? Nach viel hin und her hatten wir uns eigentlich für ein Zitat entschieden:
„Traveling. It first leaves you speechless, then turns you into a Storyteller.“

Aber schon am Flughafen in Paris, unserem Zwischenstopp (der mit einer Stunde Aufenthalt bei einem so großen Flughäfen schon knapp bemessen war) wurden wir eines besseren belehrt.
Abgehetzt kamen wir am Gate an und die ersten gingen durch ins Flugzeug... doch einer durfte nicht mit. Hier lernten wir, wie exakt man wichtige Daten prüfen muss... Ein Teilnehmer unserer Reisegruppe hat eine einzige Ziffer der Reisepassnummer auf dem Visum vergessen. Das war damit ungültig. Also hob unser Flugzeug ab, mit zwei Passagieren zu wenig (Fr. Ehmer ist mit in Paris geblieben) und einem Rucksack zu viel, wie wir in Chennai feststellten. Allerdings hätten wir hier schon fast den nächsten Teilnehmer verloren, obwohl wir bis jetzt noch nicht verstehen, warum sie den Stempel nicht wie alle andern bekommen hat...
Aber als wir dann endlich alle den Stempel in unserem Visum hatten (was fast schwerer ist als und die USA einzureisen) und uns auf die Suche nach unserem Gepäck gemacht haben, lagen alle unsere Rucksäcke schon neben dem Gepäckband, das längst abgeschaltet war. Alle Rucksäcke, inclusive des einen Rucksacks, dessen Besitzer vorerst in Paris festsaß. Also haben wir schon auf dem Flug genug Material für eine Karriere als „Storyteller“ gesammelt.

Als wir es dann endlich aus dem Flughafen raus geschafft haben empfing uns feucht-warme Luft, die auch bis jetzt noch immer nicht verschwunden ist. Mit dem Taxi ging es dann zum Bahnhof, an dem Hr. Anton als erster aber wie wir feststellen dürften nicht letzter, aufgrund seiner Hautfarbe um ein Foto gebeten wurde. Hier machten wir es uns erstmal für die Nacht gemütlich, weil der erste Bus nach Mamallapuram, unserem eigentlichen ersten Ziel fuhr erst am Morgen.

Einen Tag nach uns stießen auch die beiden verlorenen Mitglieder der Gruppe in Mamallapuram zu uns, nach viel Suche nach einem Gepäckstück, das nicht in Chennai gelandet sein konnte (obwohl es das offensichtlich war) und damit das Flugzeug eigentlich nicht hätte abheben dürfen, weil Herrenloses Gepäck an Bord ist definitiv verboten.

Kaum den Flughafen verlassen, wurden wir als orientierungslose Touristen entlarvt (- der Busfahrplan wurde seit letztem Jahr geändert sodass wir nicht mehr wussten zu welcher Haltestelle wir mussten).
Nachdem uns einige Zeit lang sehr hartnäckig eine Taxifahrt angeboten wurde, mussten wir uns zugestehen, dass wir keine andere Möglichkeit hatten zu welchen Busbahnhof auch immer zu gelangen. So schlossen wir auch schnell Bekanntschaft mit den inoffiziellen indischen Verkehrsregeln, die für den Außenstehenden ausschließlich aus Hupen zu bestehen scheinen. Schnell, mit interessanten Überholmanövern und indischer Musik aus dem Lautsprecher des Taxis fuhren wir durch die warme Nachtluft Indiens Richtung des Busbahnhofs Chennai. Für diejenigen die das erste Mal in einer solchen Stadt waren, war eine Überladung der Sinneseindrücke vorprogrammiert: Unzählige Leuchtreklame, die Vielzahl der kleinen Shops an den Straßenrändern, und bedeutsam mehr Hunde als Kühe.

Am geschäftigen Busbahnhof angekommen suchten wir uns schnell ein Plätzchen um dort, wie sehr viel Inder, die allerdings im Gegensatz zu uns oft nur auf Zeitungen oder dem bloßen Boden schliefen, ein wenig schlafen zu können. Am nächsten Tag ging es mit dem ersten Bus nach Mamallapuram, die Stadt in der wir die nächsten 3 Tage verbringen würden. Nach einchecken in unsere Unterkunft und dem ersten indischen Frühstück, machten wir uns auf zu einem wunderschönen Strandspaziergang, welcher mit Kühen am Strand aber auch den ersten Einheimischen, die nach Selfies mit uns fragten oder uns Ketten verkaufen wollten, auch wunderschön blieb bis Hr. Anton und erzählte, dass das Abwasser der kleinen Stadt kurz vorher ins Meer geleitet wird. Ins Meer schwimmen gingen wir daraufhin also an einer anderen Stelle.

Abends besuchten wir dann unter anderem Ganesha's Butter Ball, einen sehr großen, runden Felsen, der trotz starker Schieflage nicht herunterrollt. Am schönsten war jedoch der Sonnenuntergang, den wir von ein paar Felsen in der Nähe beobachteten.

Am nächsten Tag besichtigten wir daraufhin zwei Tempelanlagen, einer davon der Strandtempel, welcher lediglich noch dadurch, dass er durch Bepflanzung vor der Erosion durch das Salzwasser geschützt wird, erhalten ist. Die Fünf Rathas sind ebenfalls sehr alte Tempel, mit der Besonderheit, dass man hier die Entwicklung des Tempelbaus sehr gut nachvollziehen kann. Anfangs wurden in Tempeln lediglich in schon mehr oder weniger vorhandene Steinhöhlen Götterbilder eingehauen. Später wurde man detailliert und schlug nun mehr Teile aus dem Felsen heraus. Dieser war so zwar immer noch an einem Stück aber dennoch sah er nicht mehr wie eine Höhle aus. Die letzte Stufe bestand dann eben daraus einzelne Steine zu einem Tempel zusammenzufügen.

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von Mamallapuram und mit dem Bus auf zu einem weiteren Abenteuer bei der PMD.

 

 

Das Abenteuer hat begonnen... wir sind auf dem Weg

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13 Schülerinnen und Schüler und drei Lehrpersonen des AVG besuchen die Projektgebiete der Indienpartnerschaft

Nach monReisegruppe 2018atelanger Vorbereitung ist es endlich soweit: Für knapp vier Wochen machen wir uns auf den Weg, um das Indienprojekt vor Ort kennenzulernen und das Leben der Menschen in Südindien mit allen Sinnen zu erfahren.

Südindien hat viele Weltkulturerbestätten. Nahe bei Chennai, wo wir zuerst Fuß auf indischen Boden setzen, liegt Mamallapuram, ein auch bei westlichen Touristen beliebter Küstenort, wo wir die Entwicklung der indischen Tempelarchitektur kennenlernen und uns mit der indischen Lebensweise anfreunden werden. Im Anschluss besuchen wir  unsere südindische Partnerorganisation PMD. Abseits der Touristenregionen können wir so einzigartige Einblicke in das ländliche Indien gewinnen. Die Nichtregierungsorganisation unterstützen wir seit vielen Jahren in ihrem Bemühen, die Lebensumstände der armen Landbevölkerung zu verbessern. Wir werden die Geburtshilfestation besuchen und mit den Frauen sprechen, denen  sowohl die Vorsorge- als auch Nachsorgeangebote der Station eine zuverlässige Unterstützung bieten. Außerdem werden wir Familien aufsuchen, die an dem aktuell laufenden Milchkuhprojekt teilnehmen, und uns somit selbst davon überzeugen, ob und wie ihr Los sich durch unsere seit fast drei Jahren laufende finanzielle Hilfe verbessert hat. Wir werden einige der Studentinnen und Studenten treffen, die von uns durch Stipendien unterstützt werden, und in Erfahrung bringen, wie wichtig für sie diese Unterstützung ist. Besonders der Klimawandel und die damit verbundene Trockenheit im nördlichen Tamil Nadu zwingt die Landbevölkerung dazu, sich dieser Herausforderung zu stellen. Das wird nur eines von vielen weiteren Gesprächsthemen sein, da sich die PMD seit über 40 Jahren bemüht, die Entwicklung dieser sehr ländlichen und damit sehr rückständigen Gegend zu fördern. Wir haben in den letzten 17 Jahren unserer Zusammenarbeit einige der Projekte begleiten können und sind gespannt auf die weiteren Entwicklungsaussichten.

Im weiteren Verlauf unserer Reise werden wir uns ebenfalls einige Tage in Cowdalli aufhalten, wo die Indienpartnerschaft seit nunmehr 20 Jahren die St. Anthony’s School finanziell fördert. Es ist uns immer sehr wichtig, dass wir uns ein Bild machen von der Situation vor Ort, indem wir mit Schülern, Eltern und Lehrern sprechen. Der Besuch ist diesmal aber besonders bedeutend, da seit dem Sommer ein neuer Pfarrer die Leitung der Schule übernommen hat und wir mit der Nichtregierungsorganisation ODP einen neuen Partner für die Unterstützung der Kinder in dem sehr armen und aktuell ebenfalls von dem sich abzeichnenden Klimawandel durch ausbleibende Monsunniederschläge besonders betroffenen Ort gewinnen konnten. Nach einigen Auseinandersetzungen, die wir führen mussten, da wir uns nicht sicher waren, ob unsere Hilfe auch tatsächlich in vollem Umfang den Schülerinnen und Schülern zugute kommt, ist jetzt ein Neuanfang möglich. In den Gesprächen, in die auch der Bischof von Mysore mit einbezogen sein wird, werden wir auf der Grundlage des im vergangenen Jahr mit der ODP geschlossenen Vertrages sicherzustellen suchen, dass wir in Zukunft wieder erfolgreich zusammenarbeiten, damit unsere Förderung  den Kindern und ihren Familien umfassend zugutekommt.

Aber wir werden auch das neue Indien kennenlernen. Anders als in Cowdalli werden wir in der Hauptstadt Keralas, Trivandrum, in zwei Schulen gehen, die von Kindern der wachsenden Mittelschicht besucht werden. Im vergangenen Jahr hatten wir am AVG eine indische Austauschlehrerin zu Gast, die in diesen Schulen Deutsch unterrichtet, und damit eröffnet sich vielleicht auch die Möglichkeit eines Schüleraustauschs. Auf jeden Fall wird es sehr spannend werden, die verschiedenen Schulen zu sehen und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrzunehmen.

Neben diesen offiziellen Anlässen möchten wir jedoch auch die Gelegenheit wahrnehmen, Land und Leute näher kennenzulernen und ein tieferes Verständnis für die Kultur und Lebensgewohnheiten der Menschen in Indien zu erlangen. Dieser Teil wird  bunt und spannend und führt uns in viele der Landschaften, Städte und Tempel, die Südindien zu einem der vielfältigsten und interessantesten Reiseziele macht.

Wo wir dann jeweils sind und was wir dort erleben, kann jeder mitverfolgen. Wir werden in diesem Reiseblog von unseren Erfahrungen berichten. Wann etwas Neues zu lesen sein wird, hängt allerdings davon ab, wie wir Zugang zum Internet haben. Aber auch wenn wir uns dadurch nur in unregelmäßigen Abständen melden können, wir versuchen, Sie an unseren Erlebnissen so gut wie möglich teilhaben zu lassen.

 

 

cowdalli

 

Geplante Reiseroute

Samstag 22.09.

Luxemburg – Paris - Chennai

Abflug in Luxemburg um 07.55 Uhr, Ankunft in Chennai um 23.35 Uhr (Ortszeit)

Sonntag 23.09.

frühmorgens dem ersten Bus nach Mammallapuram

Montag 24.09.

Mammallapuram

Dienstag 25.09.

morgens mit dem Bus zur PMD

Mittwoch 26.09.

PMD

Donnerstag 27.09.               

PMD

Freitag 28.09.

mittags mit Bus und Zug nach Kumbakonam

Samstag 29.09.

Kumbakonam, abends mit dem Bus nach Tanjore

Sonntag 30.09.

Tanjore

Montag 01.10.

mit dem Bus nach Madurai

Dienstag 02.10.

mittags mit dem Bus nach Kumily/Tekkady

Mittwoch 03.10.

Kumily

Donnerstag 04.10.

morgens über Kottayam nach Trivandrum (Bus/Zug)

Freitag 05.10.

Trivandrum, Besuch der Christ Nagar International School, der Sarvodaya Central Vidyalaya School und des Goethe-Zentrums

Samstag 06.10.

Trivandrum, Einladung von Dr Syed Ibrahim, Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland für Kerala anlässlich des Tags der Dt. Einheit

Sonntag 07.10.

nachmittags mit dem Zug nach Alleppey

Montag 08.10.

mit dem Boot durch die Backwaters nach Kottayam,

abends weiter mit dem Nachtzug nach Ankola …

Dienstag 09.10.

 … mit dem Bus weiter nach Gokarna

Mittwoch 10.10.

Gokarna

Donnerstag 11.10.

 mit Bus und Zug über Hubli und Hospet nach Hampi

Freitag 12.10.

Hampi

Samstag 13.10.

abends mit dem Nachtzug von Hospet nach Mysor

Sonntag 14.10.

Mysor

Montag 15.10.

Mysor, Besuch ODP

nachmittags mit dem Bus nach Cowdalli

Dienstag 16.10.

Cowdalli

Mittwoch 17.10.

vormittags zurück nach Mysor, Besuch beim Bischof von Mysor

nachmittags mit dem Flughafenbus zum Internationalen Flughafen Bangalore

Donnerstag 18.10.

Bangalore – Paris – Luxemburg

Abflug 01.20 Uhr Ortszeit, Ankunft in Luxemburg um 09.35 Uhr

An alle Mitglieder, Freunde und Unterstützende

der Indienpartnerschaft des Auguste-Viktoria-Gymnasiums Trier

Liebe Mitglieder und Freunde,

auch wenn es schon etwas spät ist für gute Wünsche zum neuen Jahr, so möchte sich der Vorstand der Indienpartnerschaft mit diesem Brief doch ganz herzlich für Ihre Unterstützung im Jahr 2017 bedanken.

Reisegruppe 2017Für die Indienpartnerschaft war es ein arbeitsreiches, bedeutungsvolles Jahr, in dem wir die Projekte mit insgesamt knapp 60.000 Euro sinnvoll unterstützen konnten. Entscheidend war jedoch, dass es uns gelang, die Zusammenarbeit mit der Schule in Cowdalli auf eine neue Basis zu stellen. Wesentlich dazu beigetragen hat die vierwöchige Reise der mittlerweile 11. Schüler-Lehrer-Reisegruppe nach Südindien im Frühjahr des vergangenen Jahres. Die Reisegruppe besuchte natürlich unsere Projekte in Cowdalli und bei der PMD. Vor allem für die Schülerinnen und Schüler waren die Besuche und die neuen Erfahrungen mit Land und Leuten eine prägende Zeit, in der sie vielfältige Einblicke in die kulturellen, religiösen, ökonomischen und sozialen Verhältnisse in Indien erhielten. Auf den Indienabenden im Juni des vergangenen Jahres berichteten sie auch voller Begeisterung darüber und schilderten eindrücklich die Bedeutung unserer Unterstützung für die Menschen in Indien. Der Besuch brachte uns jedoch auch die erhofften persönlichen Kontakte zu dem neuen Bischof in Mysore und weiteren, sehr kompetenten Mitarbeitern im Umfeld des Bischofs, so dass es uns endlich gelang, ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der St Anthony’s Schule zu entwickeln. Und die Zukunft der Schule ist auch bedeutsam für die Zukunft Cowdallis.

Fortsetzung Mitgliederrundbrief 2018