An alle Mitglieder, Freunde und Unterstützende

der Indienpartnerschaft des Auguste-Viktoria-Gymnasiums Trier

Liebe Mitglieder und Freunde,

auch wenn es schon etwas spät ist für gute Wünsche zum neuen Jahr, so möchte sich der Vorstand der Indienpartnerschaft mit diesem Brief doch ganz herzlich für Ihre Unterstützung im Jahr 2017 bedanken.

Reisegruppe 2017Für die Indienpartnerschaft war es ein arbeitsreiches, bedeutungsvolles Jahr, in dem wir die Projekte mit insgesamt knapp 60.000 Euro sinnvoll unterstützen konnten. Entscheidend war jedoch, dass es uns gelang, die Zusammenarbeit mit der Schule in Cowdalli auf eine neue Basis zu stellen. Wesentlich dazu beigetragen hat die vierwöchige Reise der mittlerweile 11. Schüler-Lehrer-Reisegruppe nach Südindien im Frühjahr des vergangenen Jahres. Die Reisegruppe besuchte natürlich unsere Projekte in Cowdalli und bei der PMD. Vor allem für die Schülerinnen und Schüler waren die Besuche und die neuen Erfahrungen mit Land und Leuten eine prägende Zeit, in der sie vielfältige Einblicke in die kulturellen, religiösen, ökonomischen und sozialen Verhältnisse in Indien erhielten. Auf den Indienabenden im Juni des vergangenen Jahres berichteten sie auch voller Begeisterung darüber und schilderten eindrücklich die Bedeutung unserer Unterstützung für die Menschen in Indien. Der Besuch brachte uns jedoch auch die erhofften persönlichen Kontakte zu dem neuen Bischof in Mysore und weiteren, sehr kompetenten Mitarbeitern im Umfeld des Bischofs, so dass es uns endlich gelang, ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der St Anthony’s Schule zu entwickeln. Und die Zukunft der Schule ist auch bedeutsam für die Zukunft Cowdallis.

Indien ist ein junges Land, sogar das jüngste Land der Welt, was seine Altersstruktur angeht. Die Zahl der Kinder bis 14 Jahre wurde im Jahr 2016 auf 350 Millionen gezählt. 230 Millionen junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren sind in der Ausbildung und/oder drängen auf den Arbeitsmarkt. Damit ist ungefähr die Hälfte der über eine Milliarde zählenden Einwohner Indiens unter 24 Jahren.

Eine aktuelle Umfrage in Indien ergab, dass Arbeitslosigkeit, der Anstieg der Preise und Korruption auch für diese Altersgruppe die drei wichtigsten Probleme darstellen, die Indien zu lösen hat. Ein Viertel der Jugendlichen sieht keine Chance für sich auf dem Arbeitsmarkt. Und die staatlichen Busgesellschaften haben zu Beginn dieses Jahres die Fahrkartenpreise kräftig angehoben und teilweise sogar verdoppelt. Das ist vor allem ein Problem für Schüler und Studenten, die jeden Tag zum Teil weite Wege zu ihrer Schule oder Bildungseinrichtung zurücklegen müssen. Die Wirtschaftspolitik Modis trifft darüber hinaus die Armen auf dem Lande besonders hart.

Kinder in CowdalliSeit 2005 wird von der unabhängigen Organisation Pratham ein Bildungsbericht für Indien herausgegeben. Der Aser Report überprüft vor allem Lese- und Schreibfähigkeit, aber auch die mathematischen Kenntnisse der Schüler vor allem in der Primarstufe, seit diesem Jahr auch in der Sekundarstufe. Wie jedes Jahr geht ein Schock durch das Land, wenn die Ergebnisse veröffentlicht werden. Immerhin geht es um hunderte Millionen Kinder und Jugendliche, die die Zukunft Indiens bilden. Die Zahlen sind ernüchternd: Auch wenn mittlerweile tatsächlich 95 Prozent der Kinder an einer Schule angemeldet sind und fast 80 Prozent der Schüler nach der Grundschule auch die weiterführenden Schulen besuchen, so ist der Lernerfolg überwiegend gering. Fast zwei Drittel der Schüler haben auch in höheren Klassen Schwierigkeiten mit den Grundrechenarten wie Division und Multiplikation. Fast zwei Drittel können ihren Bundesstaat nicht auf einer Landkarte identifizieren.  Achtklässler  kommen in ihren Lesefähigkeiten nicht über den Stand der zweiten Klasse hinaus. Welche Zukunft werden diese Kinder haben? Kritiker werfen dem Bildungssystem vor, dass es die Kinder nur auf eine Arbeit in der Fabrik hin ausbilde. Sollten das die Zukunftsjobs des digitalen Zeitalters sein? Werden die über 40 Prozent der Teenager, die auch heute noch in der Landwirtschaft arbeiten, sich aus der strukturellen Armut befreien können? Können sie verstehen, welche Folgen  der Einsatz von Insektiziden oder Pestiziden, von Düngemitteln und manipuliertem Saatgut für sie und die Umwelt hat? Wie können sie sich gegen global agierende Konzerne wehren? Diese jungen Menschen werden die Zukunft des Landes bestimmen: politisch, sozial, ökonomisch. Werden sie es schaffen, das Land positiv zu verändern?

AbschlussprfungJe mehr aber Bildung auch in den ärmeren Schichten ankommt, desto lauter werden die Forderungen nach einem tragfähigen Bildungssystem und Reformen durch den Staat. Es gibt gut funktionierende Schulen, aber sie sind überwiegend in privater Trägerschaft. Auch die St Anthony’s School in Cowdalli gehört mittlerweile dazu. Dabei war sie noch vor 20 Jahren kaum von einer der  vernachlässigten staatlichen Schulen zu unterscheiden. Ein abgelegenes Dorf, bewohnt von armen Bauern und Tagelöhnern, die in dem vom Monsun abhängigen Klima eine kärgliche Subsistenzwirtschaft betreiben, stand -  wenig verwunderlich - bildungspolitisch nicht im Fokus.

 

Daran hätte sich bis heute wohl wenig geändert, wenn die Schule keine finanzielle Unterstützung durch die Indienpartnerschaft des AVG erfahren hätte. Durch die Beiträge der Mitglieder konnte die Schule sich in den letzten Jahren so positiv entwickeln, dass sie heute wegen ihrer akademischen Leistungsfähigkeit Schülerinnen und Schüler aller Religionen und sozialen Schichten auch aus umliegenden Dörfern anzieht.  Kein Mauerblümchen mehr, sondern mit ca. 800 Schülern und 28 Lehrpersonen eine selbstbewusste Bildungseinrichtung.

CollegeSo könnte man Cowdalli als eine Erfolgsgeschichte ansehen. Aber das Missmanagement des zurzeit noch tätigen Schulleiters und Pfarrers verweist auch auf eine der dunklen Seiten Indiens, die allgegenwärtige Korruption. So mussten wir zu dem Schluss kommen, dass der Pfarrer Gelder für das Schulessen und aus Schulgebühren veruntreute, so dass das Vertrauensverhältnis zerrüttet ist. Damit zwang uns die Situation zu vielfältigen Maßnahmen, die wir notwendigerweise einseitig festlegten, sei es die Einstellung der Gelder für die Schulspeise, die Deckelung der Gelder für Uniformen und Hefte oder ein Stopp für neue Ausgaben.

Damit war aber auch der Grundstein für eine Neuorientierung unserer Hilfe gelegt. Denn wir mussten grundlegende Fragen beantworten: Wer entscheidet, wie und wohin sich die Schule entwickelt? Unter welchen Bedingungen sind wir bereit, uns weiterhin finanziell zu engagieren? Aber bei fehlendem verlässlichen Partner wurde jede Diskussion um die Zukunft der Schule immer verwickelter und enorm zeitaufwendig. Es war fast unmöglich, an valide Fakten zu kommen. Unser zentrales Problem war: Wenn wir weiterhin die Lehrergehälter zahlen, dann müssen wir auch die Schulgebühren für die Schüler niedrig halten. Damit ist zwar ein niedrigschwelliger Zugang zur Schulbildung möglich, aber ohne weitere Investitionen kann sich die Schule nur begrenzt entwickeln, da unser Beitrag nicht mit den Anforderungen Schritt halten kann.

Da kam uns zugute, dass ein Wechsel an der Spitze der Diözese erfolgte. Seit mittlerweile genau einem Jahr ist ein jüngerer Bischof, Bischof William, im Amt, der – wie sich zeigte - einen Schwerpunkt auf die Schulentwicklung insgesamt legt. Bei unserem Besuch zu Beginn unserer Indienreise schlug er als Lösung vor, ein Stipendiatenprogramm zu finanzieren, bei dem wir gezielt die Gruppe der armen, benachteiligten Schüler fördern würden. Auf unserer Weiterreise blieb genug Möglichkeit, diesen Gedanken in der Gruppe zu diskutieren und schließlich auch in unseren Vertragsentwurf zu integrieren. Ein zweiter Besuch in Mysore kurz vor Ende der Indienreise brachte dann auch die Zusicherung, dass man sich um die Situation in Cowdalli kümmern werde. Zu diesem Zweck beauftragte der Bischof eine Nichtregierungsorganisation des Bistums Mysore, die Organisation for the Development of People (ODP), als unser Partner für Cowdalli zu fungieren.ODP2

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Die ODP wurde 1984 als freiwillige und gemeinnützige Organisation der Diözese gegründet, mit dem Ziel, armen, diskriminierten und marginalisierten Bevölkerungsgruppen durch Werteentwicklung, Bewusstseinsbildung sowie ökonomische und ökologische Förderprogramme eine ganzheitliche Entwicklung zu ermöglichen. Heute ist sie mit 30 Projekten in 9 Gebieten der Diözese Mysore vertreten und beschäftigt 150 Mitarbeiter. Sie ist überdies national und international gut vernetzt. Zugute kam uns aber vor allem, dass sie über Fachleute verfügt, die vor Ort die finanziellen Unterlagen prüfen würden und auch Gespräche mit allen Beteiligten führen können. Seit März sind wir in intensivem Kontakt mit der ODP, um unsere Wünsche und Erkenntnisse klar mitzuteilen und dabei zu helfen, die Zukunft der Schule zu gestalten. So gewannen wir einen zuverlässigen und anerkannten Ansprechpartner, mit dem wir mittlerweile einen für beide Seiten bindenden Vertrag schließen konnten.  Den Vertragstext können Sie hier nachlesen.

Wie sich Cowdalli entwickelt, liegt schließlich mit den neuen Vereinbarungen in der Hand der Menschen, die es betrifft. Was braucht die Schule? Was wollen die Menschen in Cowdalli und welche Rolle messen sie uns zu? Die Aufgaben der Zukunft  werden unter der Mitarbeit aller Beteiligten festgelegt. So wurde auch ein englischsprachiger Zweig auf Wunsch der Eltern eingerichtet, damit die Schüler den gestiegenen Anforderungen der globalisierten Welt gewachsen sind.

Daher haben wir uns für die kommenden zwei Jahre per Vertrag verpflichtet, mit einer jährlichen Zuwendung von derzeit 25 000 Euro so viele Schüler wie möglich mit Stipendien auszustatten. Wir wollen, dass auch weiterhin gerade die armen Schüler eine Chance haben, einen Schulabschluss zu erhalten, so dass sie mehr Selbstbestimmung in der Berufswahl und in ihrer Lebensplanung gewinnen. Dies gilt für Jungen und für Mädchen, für alle Glaubensrichtungen. Die Schule selbst hat sich die Aufmerksamkeit des Bischofs gesichert, die Kontrolle durch die weitgehend unabhängige Institution stellt transparente Regeln auf, im Frühjahr wird der Pfarrer ausgetauscht und die Schule damit definitiv einen neuen Schulleiter bekommen. Das Dorf hat sich bereits entwickelt, es gibt jetzt mehrere Läden, darunter einen Juwelier, eine Zweigstelle einer Bank und die Straße wird immer weiter ausgebaut, so dass man in Zukunft in der Hälfte der Zeit nach Mysore wird reisen können.

Hauptstrae CowdalliVielleicht sogar braucht man uns in einigen Jahren in Cowdalli nicht mehr oder nicht mehr sehr. Es ist vorstellbar, dass wir einmal eine andere arme Dorfschule beim Aufbau unterstützen. Aber wir werden immer wieder Cowdalli besuchen, denn unsere Verbindung zum Dorf, zu den Kindern und zu den Lehrern ist über die Jahre gewachsen. Außerdem ist es mittlerweile zu einer schönen Tradition geworden, dass der Verein für Soziale Friedensdienste im Ausland, kurz SoFiA e.V., jedes Jahr eine Freiwillige nach Cowdalli entsendet, die für ein ganzes Jahr in der Schulgemeinschaft lebt und arbeitet. Den 1. Rundbrief von Judith Weißenfels, die seit August vergangenen Jahres in Cowdalli ist, finden Sie hier.

Möglicherweise war unser Engagement in Cowdalli ohne professionellen Kooperationspartner insgesamt auch zu ambitioniert. Wenn ein örtlicher Priester ohne zusätzliche Qualifikationen Aufgaben als Pfarrer, Seelsorger, Schulleiter, Entwicklungshelfer und Kooperationspartner einer deutschen Hilfsorganisation, der Indienpartnerschaft des AVG, wahrnehmen muss, dann setzt dies ein sehr hohes Maß an Engagement, Integrität und sozialer Kompetenz voraus. Vielleicht führt dies zwangsläufig zu Überforderungen und damit zu Enttäuschungen auf allen Seiten.             

Unsere Kooperation mit der PMD, die mittlerweile auch schon 18 Jahre lang andauert, war von Anfang an anders, wohl besser gestaltet. Einerseits ist die PMD eine staatlich anerkannte, demokratisch strukturierte Nichtregierungsorganisation mit 11 Exekutivmitgliedern und 60 Mitarbeitern, die auf über 40 Jahre Erfahrung in lokaler Entwicklungsarbeit zurückblicken kann. Andererseits erfolgten alle größeren Projekte, mit denen die Indienpartnerschaft die Menschen im Gebiet der PMD unterstützte, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen ländlichen Entwicklungsdienst (ILD) mit Sitz in Bonn  und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Dies muss keine Garantie für vollständiges Gelingen darstellen, aber der Bau von Schulen, einer Geburtshilfestation, Toiletten, Wasserrückhaltebecken und Brunnen sowie vielen begleitenden ökonomisch-sozialen Maßnahmen, wie z.B. die Gründung von Frauenselbsthilfegruppen und Milchkooperativen, verbesserte die Lage der benachteiligten Menschen doch erheblich.

So ist auch unserer aktuelles Drei-Jahresprojekt mit der PMD, das Milchkuhprojekt, in Zusammenarbeit mit dem ILD entstanden, finanziell gefördert durch das BMZ. Entsprungen ist die Idee für das Milchkuhprojekt dem Wunsch, die Geburtshilfestation stärker in die ländliche Entwicklungsarbeit mit einzubeziehen und sie zu einem Schulungs- und Gesundheitszentrum auszubauen. Dieser Wechsel in der Ausrichtung ist der Tatsache geschuldet, dass der Geburtshilfestation bis auf weiteres die staatliche Anerkennung verwehrt bleibt. Dies hat zur Folge, dass zwar regelmäßig Entbindungen durchgeführt werden, die Kapazitäten allerdings bei weitem nicht ausgeschöpft sind. Daher der Plan, die Einrichtung stärker in die umliegenden Dörfer zu tragen, um intensiv auch für die hervorragenden Entbindungsmöglichkeiten zu werben. Denn im Vergleich mit den staatlichen Einrichten genügt die Geburtshilfestation weitreichenden hygienischen StanMilchkuhdards und es ist ein großes Ärgernis, dass Frauen wegen einer staatlichen Geburtsprämie, die ihnen in der Geburtshilfestation verwehrt bleibt, staatliche Krankenhäuser und Geburtsstationen aufsuchen, wo man um das Wohl und das Leben von Müttern und Kindern fürchten muss. Angeknüpft wurde dabei an die schon in der Vergangenheit erfolgreich praktizierte Methode, armen Familien Milchkühe zur Verfügung zu stellen, sofern sie bereit sind, entsprechende Schulungsmaßnahmen sowohl im Umgang mit den Tieren als auch in ganz allgemeinen gesellschaftspolitischen wie auch Gesundheits- und Hygienefragen zu absolvieren. Dadurch kann die ökonomische Situation der Familien verbessert werden, die Mütter lernen viel über ihre Rechte sowie Hygiene und gesunde Ernährung und die Geburtshilfestation wird zu einer regelmäßig besuchten Einrichtung, was ihren Bekanntheitswert fördert, und damit sinkt hoffentlich die Hemmschwelle, die medizinischen Angebote in Anspruch zu nehmen, auch wenn dafür keine Geburtsprämie gezahlt wird.
Die Indienpartnerschaft hat im vergangenen Jahr ihren Finanzierungsanteil in Höhe von mehr als 15.000 Euro bei einem Gesamtvolumen von 190.000 Euro gezahlt. Dafür konnten bis Ende 2017 161 Kühe gekauft und auf Kreditbasis an bedürftige Familien gegeben werden. Für das laufende Jahr verbleiben damit noch fast 80 Kühe. Auch wenn das Projekt Ende 2018 ausläuft, so sollen die Rückzahlungen doch dafür sorgen, dass über das Fördervolumen hinaus auch in Zukunft immer wieder neue Familien dieselbe Unterstützung erfahren. Den Jahresbericht der PMD für das Milchkuhprojekt können Sie hier nachlesen.
Wie in jedem Jahr haben die Religion- und Ethikfachschaften auch im vergangenen Jahr wieder zusätzlich Geld gesammelt, um bedürftigen Familien Milchkühe zur Verfügung zu stellen. So konnte über das Dreijahresprojekt hinausgehend zwei weiteren Familien geholfen werden. Diese alljährliche Aktion stärkt die Verbundenheit unserer Schulgemeinschaft mit dem Indienprojekt und vertieft unsere Solidarität im Geiste einer Unesco-Projektschule. Den Religions- und Ethikkolleginnen und –kollegen sei an dieser Stelle recht herzlich für ihr ausdauerndes Engagement gedankt.

Während Brunnenunseres Besuchs im Frühjahr konnten alle Reisenden am eigenen Leibe erfahren, welche großen Probleme der immer gravierendere Wassermangel im Gebiet der PMD bereitet. Die ausbleibenden Monsunniederschläge führen nicht nur dazu, dass viele Felder nicht bestellt werden können. Auch die Trinkwasserversorgung wird immer problematischer. Deshalb hat die Indienpartnerschaft im vergangenen Jahr der PMD 5000 Euro für den Bau eines Brunnens in einem besonders stark betroffenen Ort zur Verfügung gestellt.               
Im Rahmen des Besuchs lernten wir auch behiHandicapnderte Kinder und Jugendliche kennen, die die PMD aus ihrer Isolation befreien und deren Familien sie soweit unterstützen möchte, dass eine Integration in die Gesellschaft möglich wird. Von den benötigten 11.500 Euro für das erste Jahr konnten wir immerhin 2000 Euro dank der großherzigen Spenden Einzelner übernehmen. Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die für die Unterstützung der behinderten Menschen gespendet haben.

Wie auch in den letzten Jahren haben wir 5000 Euro für Stipendien zur Verfügung gestellt. Mit dieser Summe fördern wir insgesamt 73 Studenten und Studentinnen, die Liste finden Sie hier.
Auch wenn die einzelnen Beträge eher bescheiden erscheinen, so bedeutet das für diese jungen Menschen eine finanzielle Erleichterung und Motivation auf ihrem beschwerlichen Weg aus der Armut in eine selbstbestimmte Zukunft. Wir freuen uns über jede Spende, die dieses Projekt unterstützt und bedanken uns ganz herzlich bei den Unterstützern, die diese Hilfe möglich machen.

Im Herbst dieses Jahres wird sich erneut eine Schüler-Lehrer-Reisegruppe auf den Weg machen und die Projektgebiete in Südindien besuchen. Dann werden wir uns ein aktuelles Bild über die Fortschritte in Cowdalli machen können. Wir werden uns als Indienpartnerschaft  in vielen Aktionen auch weiterhin für interkulturelle Verständigung einsetzen und unseren Beitrag zu einer globalen Verantwortung liefern.